Wer in einem Seniorenheim lebt, hat nicht mehr zu erwarten!? – oder doch?

Wer in einem Seniorenheim lebt, ist nicht immer freiwillig hier.
Meistens ist der Senior dann rund um die Uhr auf Hilfe angewiesen und hat niemanden, der die nötige Betreuung gewährleisten kann.
Wenn das so ist und wer seinen Alltag nicht mehr selbst bewältigen kann, ist hier gut aufgehoben.
Oft sitzen aber die Bewohner dann vor dem Fernseher oder starren stundenlang nach draußen. Sie sind sehr still – oft auch traurig und haben sich in ihre eigene Welt
zurückgezogen.

Nun habe ich erlebt, wie sich das Bild seit einiger Zeit änderte, weil einmal in der Woche ganz besonderer Besuch kommt, auf den sich alle Bewohner riesig freuen.
Dann kommen Menschen mit Hund  –  die Wirkung ist enorm, die alten Menschen sind
begeistert von den Hundchen, sie sprechen mit ihnen, sind übereifrig mit dem Verteilen von Streicheleinheiten, Zuneigung  und Leckerli  -
Tatsächlich haben die „Freunde auf vier Pfoten“  auch auf solche Senioren, die soziale
Interaktion weitgehend vermeiden, eine überraschend positive Wirkung. Menschen,
die sich abgekapselt, zurückgezogen und regelrecht verweigert haben, spielen
mit den Hunden und sprechen mit anderen darüber.

Viele hatten selbst viele Jahre lang einen Hund und mussten sich schweren
Herzens von ihrem treuen Begleiter trennen, da fast alle Seniorenheime
Tierhaltung nicht erlauben.
Die Tiere sind regelrechte Brückenbauer  zwischen den Menschen geworden – denn
einem Vierbeiner ist es völlig gleichgültig, wie alt der Mensch ist, von dem er geliebt wird.

Die bedingungslose Freundschaft, die weder vom Mensch noch vom Tier an irgendeinem Umstand festgemacht wird, ist in ihrer Wirkung schon allein therapeutisch.
Auf den Punkt gebracht kann man sagen, das Gefühl angenommen zu werden, selbst
wenn man im täglichen Leben Ausgrenzungen erfährt, sich Alleingelassen fühlt,  sich in sein Schneckenhaus zurückzieht,   ist äußerst wertvoll und oft der Grund für das Leben mit einem tierischen Freund.
Kann nun eine Institution den Mehraufwand an Zuwendung usw. nicht leisten, dann sind die “Hundetage” eine hervorragende Alternative.

In Altersheimen leben viele einsame Menschen, ebenso wie es z.B. in Tierheimen einsame Hunde gibt, die verlassen wurden oder deren Halter verstorben sind, oder deren Herrchen / Frauchen eben in ein Seniorenheim einziehen musste – und die sich nach Freundlichkeit und Nähe ebenso sehnen wie die Senioren.
Es sollte selbstverständlich sein,  dies zusammenzubringen, so oft es nur geht, weil es beiden nur von Vorteil ist und in gewisser Weise auch gesund erhält!
Das kann neben Besuchen im Haus auch ein Treffen außerhalb sein – wie etwa im Park oder im Wald.
Alte Hunde, die auch im besten Heim die meiste Zeit ohne die vorher gewohnten
Streicheleinheiten leben müssen, sind in ihrer hingebungsvollen Art, ihre Freude zu zeigen, ebenso unwiderstehlich wie knuffige Welpen.

So gesehen profitiert jeder von einer solchen Maßnahme – letztendlich auch das
Heimpersonal. Es braucht nur ein wenig Initiative – sonst nichts.
Die positiven Auswirkungen sollten ein klein wenig Arbeit mehr aufwiegen.

Wenn Sie mehr wissen wollen, z.B. wie Hunde „ticken“,  dann klicken Sie einfach hier

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